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BUCHVERÖFFENTLICHUNG: 

Im Jänner 2018 erschien das Buch "Familienunternehmen und ihre Stakeholder: Problemstellung - Lösungsmodelle - Praktische Umsetzung" beim Springer Verlag Wiesbaden, Deutschland.
 


Kurzabriss aus den Inhalten:

Das fundierte, praxisnahe Buch zeigt, welche Besonderheiten diese Unternehmensform aufweist. Familienunternehmer profitieren von engen Verbindungen. Gleichzeitig können genau diese für Streit, Angst, Wut und zahlreiche Diskussionen sorgen. Die Autoren gehen der Frage nach, wie Familienunternehmen vom Kreditgeber, vom Kunden, vom eigenen Steuerberater gesehen werden und was diese Beziehung prägt. Sie widmen sich explizit auch der Sicht der Stakeholder. Konkrete Fallbeispiele aus Wissenschaft und Praxis eröffnen den Unternehmensinhabern und allen Personen, die mit der Thematik befasst sind, eine neue Sicht- und Herangehensweise an das Familienunternehmen.

Kontaktdaten:
Fachhochschule Kufstein Tirol Bildungs GmbH
Prof. (FH) Dr. Dr. Mario Situm, MBA
Andreas Hofer-Straße 7
6330 Kufstein
Tel.:    +43/5372/718 19 - 147
Mob.: +43/664/885 868 03
Fax:    +43/5372/718 19 - 104
mail: mario.situm@fh-kufstein.ac.at
web: www.dr-situm.com

 

Hinweis:
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechterspezifische Unterscheidung, z. B. Mitarbeiter/Innen, verzichtet. Dementsprechende Formulierungen gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

Auf dieser Seite sind aktuelle Forschungsergebnisse dargestellt, welche im Rahmen der Tätigkeit an der Fachhochschule Kufstein Tirol Bildungs GmbH, University of Applied Sciences, bereits bearbeitet wurden bzw. welche gerade in Bearbeitung sind. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Grenzüberschreitende Restrukturierung liegen in:

  • Familienunternehmen
  • Krisen- und Insolvenzfrüherkennung
  • Marke und Strategie
  • Strategisches Controlling
  • Wertorientierte Unternehmenssteuerung

Ziel der Forschung ist es, ein bzw. mehrere Modelle zu entwickeln, welche für eine frühzeitige Erkennung von Unternehmenskrisen im Zuge eines strategischen Controllings eingesetzt werden können. Idealerweise sollte ein solches Frühwarnsystem in der Lage sein eine strategische Krise zu erkennen, welche sich noch nicht in Jahresabschlusszahlen manifestiert hat. Das bedeutet, dass im Rahmen der Forschungsleistungen sowohl eine Analyse von Jahresbschlusszahlen als auch weiteren potenziellen Krisenindikatoren (bspw. Branchenkennzahlen, makroökonomische Faktoren, marktbasiere Faktoren) erfolgt. Hierbei werden die Zusammenhänge und Unterschiede der einzelnen Faktoren untersucht, wobei folgenden Ziele damit verfolgt werden:

  • Ausarbeitung jener Indikatoren, welche eine dominante Signalkraft zur Trennung zwischen solventen und insolventen Unternehmen besitzen und ausreichend Informationsgehalt besitzen, um eine möglichst genaue Trennung zwischen den beiden Unternehmensgruppen zu ermöglichen
  • Untersuchung, wie sich diese Signalkraft im Zeitablauf verändern kann und mit welchen Variablen man die Modellqualität und –stabilität verbessern kann
  • Untersuchung, wie sich solvente und insolvente Unternehmen in ihrer Evolution zwischen Gründung und Insolvenz/Nicht-Insolvenz unterscheiden und wie man diese Erkenntnisse für die Früherkennung von Krisen nutzen kann
  • Ausarbeitung eines potenziellen Erklärungsmodells für die Krisenevolution/Krisenentwicklung, welches mit allgemein gültigen und in der betriebswirtschaftliche Lehre anerkannten Finanzierungstheorien verknüpft werden kann
  • Entwicklung eines für Deutschland und Österreich gültigen Krisenfrüherkennungsinstruments/-modells als Softwarelösung, welches durch Einlesen von unterschiedlichsten Informationen und der Berechnung eines auf empirischen Erkenntnissen basierten Modells einen Krisensignalwert (PC = probability of crisis) liefern kann, welcher das Management eines Unternehmens in der nachhaltigen und wertorientierten Steuerung des Unternehmens unterstützen kann

Im Rahmen der Forschungstätigkeit werden gängigen Analysen und Methoden der Statistik verwendet (bspw. Diskriminanzanalyse, logistische Regression, neuronale Netze, Entscheidungsbaumanalysen, Überlebenswahrscheinlichkeiten etc.), wobei auch der Einsatz von mathematischen Methoden (bspw. einfache Differentialgleichungen, Optionspreismodelle, komparative Statik, Differential- und Integralrechnung etc.) erfolgt, welche vor allem für die Konstruktion von theoretischen Modellen von Interesse sind.


 

Es gibt aktuell keine allgemein anerkannte Theorie der Insolvenz- und Krisenfrüherkennung (bzw. der Krisenvolution), welche auf bestehenden und allgemein anerkannten Theorien der Finanzwirtschaft aufbaut. Daher ist es in der betriebswirtschaftlichen Theorie als auch Praxis weiterhin von großer Relevanz, intensive Forschungsbemühungen einzusetzen, um sich dem Ziel zur besseren Erklärung und Erfassung des Phänomens der Krisen und der damit einhergehenen Insolvenzen zu befassen. In folgender Abbildung ist Krisenphasenmodell dargestellt, welches eine mögliche Darstellung zur Klassifikation der Krisen liefert. Ergänzt wurde diese Darstellung um leistungswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Faktoren, welche in den jeweiligen Krisenphasen als mögliche Früherkennungsindikatoren angesehen werden können [Abbildung entnommen aus Exler, Markus & Situm, Mario (2013). Früherkennung von Unternehmenskrisen: Systematische Einteilung von Krisenfrüherkennungsindikatoren zu den unterschiedlichen Krisenphasen eines Unternehmens, in: Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 9. Jg., Nr. 4, S. 161 – 166].

Krisenphasenmodell